15.02.2017

„Ich habe Rücken!“ – Rückenschmerzen vorbeugen und lindern

„Entschuldigung, ich habe Rücken!“ Was bei Hape Kerkeling alias Horst Schlämmer noch lustig klingt, ist im echten Leben alles andere als spaßig. Der Rücken ist die Problemzone Nummer 1 der Deutschen. Kaum einer, der noch nie Schmerzen im Kreuz hatte. Für viele sind sie ein quälendes Laster. Ob Ischias, Bandscheiben oder Hexenschuss – die meisten Krankheitstage in Deutschland gehen auf Rückenschmerzen zurück.

Frau sitzt auf einem Bett und hat Rückenschmerzen.

Die Gründe? Sitzen, sitzen, falsches Sitzen.
Der moderne Büroalltag zwingt viele Menschen dazu, sich jeden Tag bis zu zehn Stunden zwischen Bürostuhl und Schreibtisch zu klemmen. Bewegung im Büro besteht für viele aus dem Gang zur Kaffeemaschine, zum Drucker oder zum Mittagessen in die Kantine, um dort die Pause sitzend an einem Tisch zu verbringen.

Hinzu kommt, dass viele Arbeitsplätze nicht ergonomisch eingerichtet sind: Der Schreibtisch zu niedrig, der Bildschirm zu nah, der Bürostuhl – ein billiges Desaster. Verspannungen sind da vorprogrammiert. Sie bedeuten den ersten Schritt hin zu ernsthaften Rückenschmerzen. Auch Stress stellt einen wichtigen Faktor bei der Entstehung von Rückenschmerzen dar. Er führt zu Muskelverspannungen und kann sogar die Nerven angreifen.

Doch damit nicht genug: Weil sie es eben so gewohnt sind, sitzen viele Menschen auch in ihrer Freizeit sehr viel mehr, als ihnen gut tut! Autofahren, Fernsehen, Computerspiele, gemütliche Runden mit Freunden – wobei letztere natürlich am wenigsten zu verteufeln sind. Dennoch sind sitzende Freizeitbeschäftigungen für den Körper alles andere als ein effektiver Ausgleich zum Büroalltag.

Die Lösung: Entlastung für die Wirbelsäule!
Die Wirbelsäule ist elastisch und auf dynamische Bewegungen ausgerichtet – nicht jedoch auf stundenlanges Verharren in einer Belastungssituation. Genau das passiert jedoch im Sitzen: die Wirbelsäule wird permanent gestaucht. Durch Fehlhaltungen kann es außerdem zu Sehnenverkürzungen und Haltungsschäden kommen.

Wenn dann auch nachts keine Entlastung erfolgt – etwa weil die Matratze die Wirbelsäule nicht ausreichend stützt oder ein falsches Kissen zu Nackenschmerzen führt – wird die Situation schnell zur Belastung.


10 Tipps gegen Rückenschmerzen:

Achtung: Diese Tipps ersetzen selbstverständlich nicht den Gang zum Arzt. Bei starken oder anhaltenden Schmerzen, sollten Sie in jedem Fall einen Spezialisten aufsuchen!

  1. Krafttraining
    Gezielter Muskelaufbau in schmerzgefährdeten Zonen dauert zwar eine Weile, zahlt sich aber aus. Muskeln unterstützen die Arbeit der Sehnen und Knochen und können diese entsprechend entlasten. Moderates Krafttraining gehört zu den effektivsten Methoden im Kampf gegen Rückenschmerzen!
  2. Bewegung
    Wer rastet, der rostet! Nutzen Sie jede Gelegenheit um Ihren Körper in Schwung zu bringen. Treppensteigen, zu Fuß zum Einkaufen, eine Radtour mit Freunden – so lockern Sie Ihre Muskulatur und beugen Verspannungen vor. Wichtig: Denken Sie auch daran, Ihre Arme ausreichend zu bewegen (z. B. mit Ruderbewegungen oder Armkreisen).

Leichte Übungen fürs Büro finden Sie zum Beispiel hier.

  1. Entspannungstechniken
    Stress und psychische Beschwerden schlagen sehr schnell auf den Rücken. Autogenes Training, Tai Chi oder Yoga helfen Ihnen dabei, sich zu entspannen und den Alltag für eine Weile zu vergessen – gut für die Muskulatur und für die Seele.
  2. Wärme und Kälte
    Nach der Arbeit in die Badewanne! Ein wärmendes Vollbad entspannt Körper und Seele – die Muskulatur wird gelockert und bestehende Schmerzen gelindert. Bei partiellen Verspannungen können auch eine Wärmflasche oder ein Körnerkissen auf der betroffenen Stelle helfen.

Paradox:  Auch Kälte kann Rückenschmerzen lindern. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Wärme Ihnen nicht gut tut, versuchen Sie es mit einer Kältebehandlung mit gekühlten Kompressen.

  1. Richtiges Bücken
    Im fortgeschrittenen Alter passiert es immer häufiger: Sie wollen sich nur kurz bücken um etwas vom Boden aufzuheben oder sich den Schuh zu binden – schon ist es passiert. Ein „Hexenschuss“ ist eine sehr schmerzhafte Sache, die durch richtiges Bücken vermieden werden kann. Gehen Sie deshalb immer mit geradem Rücken in die Hocke und stehen Sie mit Hilfe der Knie und der Oberschenkel auf. So hat die Hexe keine Chance!
  2. Massagen
    Wenn Sie häufiger mit Rückenschmerzen und Verspannungen kämpfen, fragen Sie Ihren Hausarzt, ob Ihnen die Behandlung durch einen Physiotherapeuten helfen könnte. Diese besteht meistens aus Massagen und/oder einer Wärmetherapie, z. B. mit Fangopackungen. Nicht selten übernimmt die Krankenkasse die Kosten.
  3. Ergonomie am Arbeitsplatz
    Durch den individuellen Körperbau hat jeder Mensch andere Anforderungen an seinen Arbeitsplatz. Um die individuell richtige Sitzposition zu finden, empfiehlt sich die Beratung durch einen Rückentrainer. Sprechen Sie Ihren Chef doch einmal darauf an!

Eine Checkliste zur Ergonomie am Arbeitsplatz finden Sie hier. 

  1. Dynamisches Sitzen
    Selbst wenn der Arbeitsplatz aus ergonomischer Sicht perfekt eingerichtet ist, können nach einem langen Tag Verspannungen auftreten. Achten Sie darauf, Ihre Sitzposition möglichst oft (mindestens alle halbe Stunde) zu verändern. Dabei darf auch mal „aktiv gelümmelt“ werden – solange auch diese Position nicht länger als eine halbe Stunde gehalten wird.
  2. Ausgewogene Ernährung
    Was Ihre Ernährung mit Ihren Rückenschmerzen zu tun hat? Eine ganze Menge! Zur Regeneration von Muskelzellen und Nerven nach einer Belastungssituation benötigt der Körper jede Menge Nährstoffe und Mineralien. Wer sich ausgewogen ernährt, sorgt dafür, dass diese immer im ausreichenden Maß zur Verfügung stehen und verhindert zusätzlich das Entstehen von Übergewicht. Ein zu hohes Körpergewicht stellt eine enorme Belastung für den Körper dar und kann ebenfalls Schmerzen verursachen.
  3. Entlastung in der Nacht
    Nachts muss der Körper die Möglichkeit haben, sich vollends zu entspannen. Nur dann ist er am nächsten Tag regeneriert und voll leistungsfähig. Deshalb ist es wichtig, dass Matratze und Kissen zum eigenen Gewicht und der individuellen Körperform passen und sowohl die Wirbelsäule als auch den Nacken optimal stützen. Hier sind unsere Fachberater im Bettenhaus Inkelhofen der beste Ansprechpartner.

Starten Sie schmerzfrei in den Frühling! Gerne beraten wir Sie bei der Matratzenwahl und empfehlen Ihnen ein passendes Nackenstützkissen. Vereinbaren Sie jetzt einen persönlichen Termin zur Schlafberatung.


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